MIRA – Treffpunkt für junge Frauen bei MaBa

Ein Projekt in Kooperation mit Diakonie Flüchtlingsdienst Wien.

So beschreiben sich die Projektleiter*innen selbst:

MIRA ist ein Projekt des MaBa-Sozialraums im 15. Wiener Bezirk. Es richtet sich an junge Frauen zwischen 18 und 27 Jahren, mit Flucht- oder Migrationserfahrung aus Ländern wie Afghanistan, Syrien oder Somalia. Sie bewegen sich zwischen der Kultur ihrer Familien und dem Leben in Österreich – oft begleitet von Fragen zu Identität, Körper, Sexualität und Selbstbestimmung.

Einmal pro Woche öffnet MaBa seine Türen exklusiv für diese jungen Frauen – ohne Anmeldung, ohne Leistungsdruck. In einem geschützten Rahmen können sie sich austauschen, informieren und gegenseitig stärken. Begleitet wird das Angebot von einer Sozialarbeiterin, Dolmetscherinnen, einer Hebamme, einer Gesundheitslotsin und freiwilligen, jungen Mitarbeiterinnen.

Im Mittelpunkt stehen Themen wie körperliche und seelische Gesundheit, Verhütung, Schwangerschaft, Beziehung und Rollenbilder. MIRA bietet Wissen, Orientierung und Gemeinschaft – und stärkt junge Frauen darin, selbstbewusst und selbstbestimmt ihren Weg zu gehen.

Wann?
Die Workshops finden von 01.02. bis 30.04.2026 statt

Wo?
Wien

Wer kann mitmachen?
Das Projekt „MIRA“ richtet sich an junge, weiblich gelesene Menschen zwischen 18 und 27 Jahren, die regelmäßig den MaBa-Sozialraum besuchen. Es spricht zwei zentrale Zielgruppen an: junge Frauen, die in den letzten Jahren neu nach Österreich geflüchtet sind, sowie junge Frauen, die seit etwa 2015 gemeinsam mit ihren Eltern nach Österreich gekommen sind und hier aufgewachsen sind. Beide Gruppen bewegen sich im Spannungsfeld unterschiedlicher Kulturen und Lebensrealitäten, was häufig zu innerfamiliären Konflikten und Unsicherheiten in Bezug auf Selbstbestimmung, Geschlechterrollen oder sexuelle Bildung führt.
Das Projekt ist ausdrücklich offen für inter, trans und nicht-binäre junge Menschen*, sofern sie sich in einem geschützten, weiblich gelesenen Raum wohlfühlen. MIRA orientiert sich an einem inklusiven, diversitätssensiblen Verständnis von Geschlecht und Identität. Die Teilnehmer*innen befinden sich in einer besonders prägenden Lebensphase, in der Themen wie Körper, Sexualität, reproduktive Gesundheit, Beziehungsgestaltung, Rollenbilder und Selbstbestimmung eine zentrale Rolle spielen.

Bildurheberrechte: Diakonie, Wien

Beim Mädchenbeirat sind alle willkommen, die sich als Mädchen fühlen:

cis, inter* und trans Mädchen können beim Mädchenbeirat dabei sein.

Was bedeutet „cis“, „inter*“ und „trans“?
Lies hier nach.

Wir verwenden das Sternchen * im Plural, weil es außerhalb von „Frau“ und „Mann“ andere Geschlechts-/Genderidentitäten gibt und wir zeigen möchten, dass wir alle Geschlechter meinen. Eine Weile haben wir das Sternchen auch bei „Mädchen*“ und „Frau*“ verwendet. Wir haben aber wahrgenommen, dass diese Schreibweise als diskriminierend empfunden wird. Daher haben wir uns entschieden, das * in diesem Fall nicht mehr zu verwenden.
Wir benutzen weiterhin das * im Plural des Nomens (z.B. Schüler*innen, Jugendarbeiter*innen), um nicht-binäre Identitäten sichtbar zu machen und auf die Konstruiertheit der Kategorie „Geschlecht“ hinzuweisen. In Texten, die wir von unseren Projektpartner*innen erhalten, wird die Schreibweise „Mädchen*/Frau*” von uns nicht verändert.